021/2018 – Bagger droht in Blies zu stürzen

021/2018 – Bagger droht in Blies zu stürzen

Datum: 15. Januar 2018 
Alarmzeit: 9:20 Uhr 
Alarmierungsart: Teilalarm Rüstwagen-Gef., Vollalarm 
Art: TH (klein) > VU ohne Personenbeteiligung 
Einsatzort: Brückenstraßen, Neunkirchen 
Mannschaftsstärke: 20 
Fahrzeuge: DLK 23/12 CS GL , HLF 20/16 , RW 1 , RW-G , TSF-W  
Weitere Kräfte: Bauleitung, Kranunternehmen, Kreisbrandinspektor, Ordnungsamt, Polizei 


Einsatzbericht:

Am Montagmorgen, 15. Januar, wurde der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt zu einem umgekippten Bagger auf die Willy-Brandt-Brücke in der Brückenstraße alarmiert.

Bei Bauarbeiten an den Bliesterrassen war es bei Verladearbeiten von Armierungsstahl zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Ein 25-Tonnen schwerer Radbagger war beim Abladen eines Sattelzuges aus dem Gleichgewicht geraten und mit der Fahrerkabine auf das Brückengeländer gestürzt.

Der Baumaschinenführer konnte verletzt durch seine Arbeitskollegen befreit und ins Krankenhaus verbracht werden. Da zunächst unklar war ob größere Mengen Betriebsstoffe austreten könnten und eine unmittelbare Gefahr für die Blies bestand wurde zur Sicherheit die Neunkircher Feuerwehr alarmiert.

Gemeinsam mit Mitteln der Baufirma konnte der Bagger zunächst gegen weiteres Abrutschen gesichert werden. Hierzu wurde ein mit Kies befüllter Muldenkipper in Stellung gebracht und mit mehreren Anschlagmitteln am Bagger gesichert. Ebenfalls wurde Rüstholz zur Sicherung unterbaut.

Nach Prüfung der Brückenstatik durch einen Ingenieur konnte zunächst ein 60-Tonnen Mobilkran über die Zufahrt der Wellesweilerstraße aufgebaut werden. Mit der Drehleiter der Innenstadtwache wurden parallel Sicherungsmaßnahmen am Bagger durch einen Techniker durchgeführt. Im Anschluss wurde der Kran am Greifarm des Baggers befestigt.

Nachdem der erste Kran die Sicherung übernommen hatte, konnten die Drehleiter und der Muldenkipper entfernt und ein zweiter 35-Tonnen Kran über die Karl-Schneider-Straße an die Unfallstelle gebracht werden.

Über zwei Anschlagmittel konnte der 25 Tonnen schwerer Arbeitsgerät gesicher und ohne die Gefahr des weiteren Absturzes aufgerichtet werden. Im Anschluss mussten durch die Feuerwehr geringe Mengen an Betriebsstoffen mittels Ölbindemittel abgestreut und aufgenommen werden.

Nach rund 5 Stunden konnte die rund 20 haupt- und ehrenamtlichen Helfer ihren Einsatz beenden.

Anmerkung:
Während des Einsatzes kam es mehrfach zu Zwischenfällen mit Schaulustigen die die Absperrung durchbrochen hatten um Fotos der Unglücksstelle zu machen. Auch wurden die Rettungskräfte angepöbelt weil die Vollsperrung der Brücke auf Missverständnis stieß. Hierzu musste schließlich die Ortspolizeibehörde der Kreisstadt Neunkirchen nachgefordert werden.

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