062/2018 – Bombenfund

062/2018 – Bombenfund

Datum: 18. Februar 2018 
Alarmzeit: 9:30 Uhr 
Alarmierungsart: Einsatzbereitschaft 
Art: Bombenfund 
Einsatzort: Friedensstraße, Neunkirchen 
Mannschaftsstärke: 37 
Fahrzeuge: DLK 23/12 CS GL , HLF 20/16 , KdoW , RW 1 , RW-G , TLF 16/25 , TLF 20/40 SL , TSF-W  
Weitere Kräfte: DRK Ortsverbände, Einsatzleitung Rettungsdienst, Kampfmittelräumndienst, LB Furpach, LB Hangard, LB Ludwigsthal, LB Münchwies, LB Wellesweiler, LB Wiebelskirchen, Ordnungsamt, Polizei, THW OV Neunkirchen, THW OV Spiesen-Elversberg, Zentraler Betriebshof 


Einsatzbericht:

Neunkirchen. In den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags, 18. Februar, schallen die Lautsprecherdurchsagen von Polizei und Feuerwehr durch die eisigen Straßen der Neunkircher Innenstadt. Bereits über mehrsprachige Handzettel der Kreisstadt Neunkirchen informiert, müssen rund 2.500 Bewohner ihre Wohnungen verlassen um die Entschärfung einer 50 kg schweren, US-amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu ermöglichen. Diese wurde bei den Bauarbeiten an dem 2. Bauabschnitt der Bliesterrassen entdeckt.

Neben insgesamt über 500 Einsatzkräften aller Hilfsorganisationen war die Neunkircher Feuerwehr mit ihren sieben Löschbezirken während des gesamten Entschärfungsvorgangs in Alarmbereitschaft. Rund 150 ehrenamtliche Feuerwehrangehörige standen parat, um im Ernstfall schnell Hilfe leisten zu können. Die eigentliche Evakuierung lief äußerst ruhig und geordnet ab, so Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann im SR Interview.

Um das gefährdete Gebiet im Fall der Fälle schnell und ungehindert befahren zu können standen im Bereich um den Evakuierungsradius zahlreiche Lösch- und Sonderfahrzeuge in Alarmbereitschaft. Einer Abschnittsleitung auf der Feuer- und Rettungswache unterstellt, standen die Fahrzeuge aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Münchwies, sowie der Einsatzleitwagen und der Gerätewagen Atemschutz in der Friedensstraße bereit. Ein weiterer Fahrzeugpool bestehend aus Teileinheiten der Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wellesweiler, Wiebelskirchen und Ludwigsthal wurde auf der Freifläche „Eisweiher“ in der Fernstraße positioniert. Dort wurde durch die Führungseinheit des technischen Hilfswerks (THW) ein Bereitstellungsraum sowie eine Unterabschnittsleitung errichtet und betrieben. Zudem hielten sich die Ortsverbände Neunkirchen, Spiesen-Elversberg und Illingen mit 32 Helferinnen und Helfern zur Unterstützung bereit. Für die Sicherheit der übrigen Stadtteile standen die Löschbezirke Furpach und Hangard an ihren Gerätehäusern parat. Ein Einsatz der Hilfskräfte, auch außerhalb der Sonderlage, war jedoch nicht erforderlich.

Dem Führungsstab unter der Leitung von Jörg Aumann unterstand in erster Distanz die Technische Einsatzleitung im Neunkircher Rathaus. Danach folgten insgesamt vier Einsatzabschnitte mit operativen Kräften. Die Neunkircher Wehr war dem 4. Abschnitt „Gefahrenabwehr“ unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Tobias Hans mit Sitz auf der Neunkircher Feuerwache zugeteilt. Drei weitere Einsatzabschnitte wurden durch die Einsatzleitwagen aus Illingen, Ottweiler und Heiligenwald abgedeckt. Diese bezogen in der Gasstraße, der Bachstraße, sowie vor der Hochofenanlage in der Gustav-Regler-Straße Stellung.

Nach erfolgter Freigabe der evakuierten Innenstadt durch den Führungsstab konnten die beiden Kampfmittelexperten der saarländischen Landespolizei bereits gegen 11:15 Uhr Entwarnung geben. Nach nur 25 Minuten war der brisante Fund durch die ruhigen Hände von Dirk Otterbein und Werner Fuchs entschärft und die Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Wehrführer Stefan Enderlein und sein Stellvertreter Tobias Hans bedankten sich für das herausragende ehrenamtliche Engagement ihrer Feuerwehrfrauen und –männer. Zudem wurde die gute Zusammenarbeit in den Einsatzabschnitten sowie die herausragende Versorgung der Einsatzkräfte durch den Malteser Hilfsdienst (MHD) gelobt.