386/2018 – Wohnungsbrand (mit Menschenrettung)

386/2018 – Wohnungsbrand (mit Menschenrettung)

Datum: 15. November 2018 
Alarmzeit: 18:30 Uhr 
Alarmierungsart: Vollalarm 
Art: Brand 5 > Brand Wohnung (mit Menschenrettung) 
Einsatzort: Brückenstraße, Neunkirchen 
Mannschaftsstärke: 22 
Fahrzeuge: DLK 23/12 CS GL , GW-L1 , HLF 20/16 , KdoW , RW 1 , TLF 20/40 SL , TSF-W  
Weitere Kräfte: Bürgermeister, Energieversorger, LB Wiebelskirchen, Polizei, Rettungsdienst, Sozialamt, Untere Bauaufsichtsbehörde 


Einsatzbericht:

Am Donnerstagabend, 15. November, wurden die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen zu einem Wohnhausbrand in die Brückenstraße alarmiert .

Per Notruf meldeten besorgte Bewohner eine starke Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl eines Reihenhauses. Umgehend wurden durch die Integrierte Leitstelle des Saarlandes (ILS) Großalarm ausgelöst.

Beim Eintreffen war bereits eine nicht unerhebliche Rauchentwicklung aus dem Dach und einer Dachgeschosswohnung feststellbar. Da zunächst nicht klar war ob der Bewohner zuhause war, wurden zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung ins Dachgeschoss entsandt. Im rauchfreien Bereich konnten weitere Trupps noch nicht evakuierte Bewohner ins Freie verbringen und betreuen.

Problematischer war hingegen das vorgehen der Atemschutztrupps in der mit Gerümpel zugestellten Wohnung. Trotz des schwierigen vorankommen konnte das Feuer im Küchenbereich schnell lokalisiert und abgelöscht werden. Personen konnten glücklicherweise nicht aufgefunden werden.

Im Zuge der Nachlöscharbeiten mussten, nach Abschluss kriminalpolizeilicher Maßnahmen, zahlreiche Küchengroßgeräte über 4 Stockwerke aus der Brandwohnung befördert werden um Platz für eine Brandnachschau zu schaffen. Durch eine geplatzte Wasserleitung war es zudem zu einem Wasserschaden in den unteren Etagen gekommen, weshalb mehrere Wassersauger zum Einsatz kamen.

Nach Begutachtung des Hauses durch die unteren Bauaufsichtbehörde (UBA) wurde die Unbewohnbarkeit festgestellt. Somit mussten 13 Personen ihre Wohnungen verlassen und teils durch die Unterbringungsbehörde in Notunterkünfte verbracht werden. Andere kamen bei Familie und Freunden unter. Auch Neunkirches Bürgermeister Jörg Aumann machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dankte seinen Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit.

Aussagen über die Brandursache können seitens der Feuerwehr nicht getroffen werden.

Nach rund drei Stunden konnten die letzten der insgesamt 22 Kameraden der Innenstadtwache einrücken.